Lehrermangel wird spürbarer
Im Schuljahr 2009/10 besuchten insgesamt knapp 205.000 Schüler eine der 1.019 Schulen in Oberösterreich. Statistisch gesehen ist Mathematik noch immer das Problemfach Nummer 1. Dennoch gibt es auch viel Positives zu berichten.
So haben 40 Prozent der Maturanten einen guten oder sehr guten Erfolg erzielt. Im Bereich der Pflichtschule gibt es ebenfalls gute Nachrichten. So ist zum Beispiel die Zahl der Hauptschüler, die negativ beurteilt werden mussten, mit knapp 2,9 Prozent sehr gering. Insgesamt gibt es 100 Mal mehr "Sehr Gut" (279.262) als "Nicht Genügend" (2.645).
Nicht nur positive Ergebnisse
Auffallend hoch ist der Anteil der "Sitzenbleiber" in den PTS. So bekommen etwas mehr als 10,9 Prozent zumindest ein "Nicht Genügend". Davon haben jedoch jediglich 2,7 Prozent die Chance einer Wiederholungsprüfung. Ein erheblicher Anteil von PTS-Schülern bekommen mehr als zwei "Fünfer" ins Zeugnis und sind daher nicht zu einer Prüfung berechtigt.
Knapp zehn Prozent mehr BMHS als AHS Schüler sind nicht aufstiegsberechtigt. 8,8 Prozent der AHS-Schülerschaft, aber 17,7 Prozent der BMHS Schülerschaft ist nicht berechtigt in die nächste Klasse aufzusteigen. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass der Schwierigkeitsgrad der Schulen unterschätzt wird bzw. manch Schüler das letzte Jahr der Schulpflicht dort absolviert und dann mit einer Lehre beginnt.
Lehrer werden rar
Bei der Pressekonferenz wurde auch der angehende Lehrermangel diskutiert. Die Hälfte aller Lehrer ist über 50 Jahre alt. Es wird in den nächsten zehn Jahren damit zu rechnen sein, dass 10.000-11.000 Lehrer in Pension gehen werden. "Das ist eine große Chance, den schönsten Beruf der Welt zu ergreifen, den Lehrberuf", so LSR-Präsident Enzenhofer.
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